Deutschen Dressurmeisterschaft mit Handicap + Wetzlarer Dressur und Springtage am 06.-08.09.2013

Bilder der Wetzlarer Dressur und Springtage 2013

Flyer RUF 2013 web.pdf
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Zeiteinteilung Dressur
ZE WZ Dressur 2013-Richter-aktuell-2.pdf
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Zeiteinteilung Springen
ZE WZ-Springen-2013-Richter-aktuell-2 (1[...]
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Ausschreibung Wetzlarer Dressur und Springtage
Ausschreibung Wetzlar.pdf
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"Gelebte Integration" Dressur-Meisterschaften mit Handicap in Wetzlar

( Foto: M.Georg mittelhessen de)

Freuen sich tierisch auf die Meisterschaften im Bodenfeld(v.l.) Die RFV -Vorstandsmitglieder Alfred Winkler, Uli Moreth, Sybille Pfeiffer und Stefan Trippe so wie Reiterin Stefanie Groll, DKTHR-Vorsitzender Ulrich Nickel und Angelika Trabert und ihr Lebensgefährte Nasy Issa Soe.


Bericht: mittelhessen. de

 

 

 

Olympisches Flair bei den Wetzlarer Dressur- und Springtagen vom 6. -8. September 2013

Vom 6.-8. September 2013 richtet der Reitverein Wetzlar wieder sein großes Reitturnier vom Führzügel-Wettbewerb  bis zu schweren Klasse im Wetzlarer Bodenfeld aus. Auch in diesem Jahr wird  Reitsport auf hohem Niveau geboten. Der gastgebende Verein darf dazu zahlreiche namhafte Reiter begrüßen, die in den verschiedenen Prüfungen der Disziplinen Dressur und Springen gegeneinander antreten werden.

Ein Highlight sind die Deutschen Meisterschaften der Dressur Para-Equestrian ( Reiter und Reiterinnen mit Handicap).  Angelika Trabert etwa, die im vergangenen Jahr vor 15.000 begeisterten Zuschauern die Silbermedaille bei den Paralympics in London gewann wird ebenso an den Start gehen wie Stefanie Groll aus Lich um mit um die Meisterschaft, die in verschiedene Grade unterteilt ist, zu kämpfen.

Ohne Frage stellt die deutsche Meisterschaft der Reiter und Reiterinnen mit Handicap einen besonderen Glanzpunkt im Wetzlarer Turnierkalender dar.  Die Wetzlarer Dressur- und Springtage bieten ebenfalls ein  breites Angebot an unterschiedlichen Prüfungen in den Sparten Dressur und Springen.

 Wie bereits in den vergangenen Jahren findet am Samstagabend die Wetzlarer Pferdenacht mit einem abwechslungsreichen Showprogramm und einem sportlichen Höhepunkt; einem Barrierespringen der Klasse S* unter Flutlicht, statt.

Die Glanzpunkte am Sonntag werden die Finalprüfungen der Deutschen Meisterschaften, der Große Preis von Wetzlar, eine Springprüfung der Klasse S* und eine Dressurprüfung der Klasse S* St. Georges sein.

Sibylle Pfeiffer (1. Vorsitzende) und Alfred Winkler (2. Vorsitzender) sind mit ihrem Team von Mitgliedern und Helfern bereits seit Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt, um den Aktiven, den Zuschauern und Sponsoren eine tolle und abwechslungsreiche Veranstaltung zu präsentieren.

Denn neben den üblichen Herausforderungen, die ein großes Turnier an die Verantwortlichen stellt,  muss bei den Deutschen Meisterschaften  Para-Equestrian  auch berücksichtigt werden, den Anforderungen der Sportler mit Handicap gerecht zu werden. Schließlich möchte der Reitverein Wetzlar, dass sich vom 6. -8. September alle Teilnehmer in Wetzlar wohl fühlen und sich ganz auf den Reitsport konzentrieren können.

Angekika Trabert Foto Privat

DM Para-Equestrian in Wetzlar

 

Der hessische Reitverein Wetzlar ist am zweiten September-Wochenende Ausrichter der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter mit Handicap.

Die DM wird in vier Behinderten-Graden ausgetragen, als Titelverteidiger treten Alina Rosenberg ( Grade I), Dr. Angelika Trabert (Grade II), Hannelore Brenner (Grade III) und Lena Weifen (Grade IV).Während Rosenberg und Weif zum dritten Titel in Folge greifen können, feierte Hannelore Brenner bereits im vergangenen Jahr ein ganz besonderes Jubiläum und sicherte sich ihren zehnten nationalen Titel.

 

Pferdesport Journal 04/13 S.31

http://www.pferdesport-journal.de/


 

Wetzlarer Dressur- und Springtage boten hochkarätigen Reitsport und internationales Flair

Vom 6. – 8. September  2013 bevölkerten rund 900 Reiter mit über 1000 Pferden das Wetzlarer Bodenfeld.  Sie alle waren gekommen, um in 50 Prüfungen ihr Können unter Beweis zu stellen. Vor dieser großartigen Kulisse fanden zeitgleich auf der Anlage des Wetzlarer Reit- und Fahrvereins die Deutschen Meisterschaften der Reiter und Reiterinnen mit Handicap statt, die in vierzehn Prüfungen die Meister  der in Grades eingeteilten Leistungsklassen ermittelten.

Dier ersten Teilnehmer dieses dreitägigen Turniers reisten bereits am Donnerstag an, sodass das eigens für die Veranstaltung aufgebaute Stallzelt mit über 50 Gastboxen schnell gefüllt war.

Am frühen Freitagmorgen begannen dann die ersten Qualifikationsprüfungen zur Deutschen Meisterschaft auf dem pappelgesäumten Dressurviereck unweit der Lahn.  Zeitgleich begannen auch die Prüfungen des restlichen Teilnehmerfeldes, schließlich waren Prüfungen bis zur Klasse S in Springen und Dressur ausgeschrieben.

Am Freitagabend stand außerdem einem Empfang beim Magistrat der Stadt Wetzlar für die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft auf dem Terminplan.

Auch der Samstag war gespickt mit sportlichen Höhepunkten, die sich bis in den späten Abend hinein fortsetzen sollten.  Während am Vormittag das bestens präparierte Dressurviereck von den Teilnehmern der Deutschen Meisterschaft Para Equestrian zum Austragungsort der in verschiedene Grades eingeteilten Wertungsprüfungen wurde, die Reithalle bis zum Nachmittag zahlreiche Besucher mit Prüfungen bis Klasse L anlockte, waren eine Vielzahl von Gästen um den Springplatz versammelt. Hier wurden den Zuschauern den ganzen Tag Prüfungen  von Stilpringen der Klasse A* bis hin zu einer Punktespringprüfung der Klasse S* mit Joker geboten. Letztere konnte der Borkener Frank Plock für sich entscheiden, der diesen Erfolg einige Stunden später bei der Barriere-Springprüfung unter Flutlicht wiederholen konnte, sie aber in dieser Prüfung den Sieg mit Vanessa Potrafke aus Plettenberg teilen musste. Beide Starter überwanden in dieser spannenden Prüfung im letzten Umlauf Hindernisse bis zu einer Höhe von einschließlich 1,80 m.

Der Barrierspringprüfung vorausgegangen war ein abwechslungsreiches Showprogramm, in dem die unterschiedlichsten Facetten des Pferdesports eindrucksvoll präsentiert wurden. Ob barocke Reitkunst, rasante Kutschengespanne oder seilspringende Pferde; die rund 2500 Besucher kamen an diesem Abend voll auf ihre Kosten.

Auch am Sonntag wurde auf den drei Austragungsplätzen hochkarätiger Reitsport geboten.

Die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft trugen am Vormittag die zweite Wertungsprüfung auf dem großen Viereck aus, während am Nachmittag auf dem Springplatz  der für am Springsport interessierte Zuschauer der Höhepunkt des Sonntags stattfand.

In der Springprüfung der Klasse S wusste abermals Frank Plock aus Borken zu überzeugen, der auch diese Prüfung gewann und damit zum erfolgreichsten Reiter des Turniers avancierte.

Zuvor aber war der zentrale Springplatz Veranstaltungsort einer besonderen Ehrung. Zum ersten Mal in der Geschichte des Reitvereins Wetzlar wurden auf der Anlage Deutsche Meister in einer Reitsportdisziplin gekürt.

 Bereits ihren elften nationalen Titel konnte sich in Grade III Hannelore Brenner aus Wachenheim sichern. Die Welt-, Europameisterin und Paralympicssiegerin setzte sich mit ihrer Stute Women of the World in beiden Wertungsprüfungen durch. Die Silbermedaille ging an Brenners Teamkollegen von den Paralympics in London, Steffen Zeibig  mit Waldemar.  Bronze gewann Claudia Schmidt mit Romeo Royal.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang in Grade II Dr. Angelika Trabert aus Dreieich. Die gerade erst in Herning mit drei Silbermedaillen ausgezeichnete Reiterin kam mit ihrer Stute Ariva-Avanti auf 149,952 Punkte. Silber und Bronze gingen nach Bayern, an Bärbel Hick aus mit Rigoletto  beziehungsweise Cordula Bause mit Miss Millie.

In Grade Ia und Ib, in denen national nur ein Titel vergeben wird, setzte sich Elke Philipps mit Regaliz durch und sicherte sich den Meistertitel. Nora Hamann wurde in Wetzlar mit 141,635 Punkten Zweite. Auf dem Bronzerang landete Titelverteidigerin Alina Rosenberg mit ihrem Nachwuchspferd  Donnerlüttchen.

Grade IV wurde auch in diesem Jahr von Paralympics-Teilnehmerin Lena Weifen mit Don Turner dominiert. Sie konnte an ihren Erfolg vom Vorjahr anschließen. Silber gewann Anne Räder aus Rostock mit Doradro W  vor der Vorjahresvizemeisterin Eva-Maria Pühringer aus Frankfurt mit Fred Astaire L.

In der Reithalle waren am Sonntagnachmittag die jüngsten Starter hochkonzentriert bei der Sache, um ihre Leistung in der Führzügelklasse unter Beweis zu stellen. Für viele der jungen Reiter war es die erste Teilnahme an einem Turnier überhaupt.

Am Ende des dreitägigen Turniergeschehens zogen die Organisatoren eine durchweg positive Bilanz. Sowohl Sybille Pfeiffer (1. Vorsitzende) als auch Alfred Winkler (2. Vorsitzender) zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Turnierwochenendes und empfanden es als große Ehre, die Deutschen Meisterschaften Para-Equestrian im Rahmen eines großen regulären Reitturniers ausgerichtet zu haben.

Ehrung der Deutschen Meister Para-Equestrian am 8. September 2013